Hamburger Golf Verband e.V.

Kompetenz im Golfsport seit 1966

Doping im Golfsport

Der deutsche Sport hat sich insgesamt der nachhaltigen Bekämpfung des Dopings verschrieben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verpflichtet dazu alle in ihm zusammengeschlossenen Spitzensportverbände, so auch den Deutschen Golf Verband (DGV) und seine Landesverbände zur Umsetzung der weltweit anwendbaren Dopingbestimmungen.

DOPINGKONTROLLEN
Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ist die Institution in Deutschland, die für das Dopingkontrollsystem zuständig ist. Die NADA organisiert in Deutschland derzeit die Dopingkontrollen außerhalb der Wettkämpfe für die Athleten der Spitzenverbände. Seit dem Start im Jahr 2003 bis einschließlich 2007 führte sie jeweils ca. 4.500 Trainingskontrollen im Jahr durch. 2008 wurde die Zahl auf rund 8.000 Trainingskontrollen erhöht. Laut Stiftungsverfassung  ist das Ziel der NADA, ein einheitliches Dopingkontrollsystem für Deutschland umzusetzen, also auch die Kontrollen bei Wettkämpfen zu übernehmen. Bisher führt die NADA vereinzelt Wettkampfkontrollen durch. Die Wettkampfkontrollen werden derzeit weitgehend von den Verbänden/Veranstaltern organisiert, weil die Ressourcen der NADA eine Übernahme bislang nicht zuließen.

WETTKAMPFKONTROLLEN
Vorwettkampfkontrollen (Pre-Competition Testing)
In einigen Ausdauersportarten werden vor dem Wettkampf Blutproben zur Bestimmung des Hämoglobinwertes (z. B. Skilanglauf, Biathlon) oder des Hämatokrits (z. B. Radsport) genommen. Bei einer Überschreitung von festgelegten Grenzwerten  kann eine  vorübergehende Wettkampfsperre als Schutz vor Gesundheitsgefährdung ausgesprochen werden.

Dopingkontrollen bei Wettkämpfen (In-Competition Testing)
Dopingkontrollen werden bei nationalen und internationalen Veranstaltungen von den jeweiligen Fachverbänden in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern durchgeführt. Bei großen Veranstaltungen werden in der Regel die Medaillengewinner  plus einige ausgeloste Sportler(inn)en kontrolliert. Die Auswahl der Sportler(inn)en stellt meistens einen Kompromiss zwischen den Erfordernissen einer weit gestreuten und möglichst viele Personen umfassenden Kontrolle, der zur Verfügung stehenden Laborkapazität, dem möglichen Aufwand und den finanziellen Mitteln dar. Die Ausgewählten haben sich - abhängig von den Vorschriften des Verbandes - innerhalb einer bestimmten Zeit nach Wettbewerbsende in der Kontrollstation zu melden. Zum Nachweis ihrer Identität haben sie die ID-Card, den Reisepass oder Personalausweis vorzulegen. Zur Kontrolle kann der Sportler eine Begleitperson mitbringen.

Um Manipulationen zu verhindern, werden die ausgewählten Sportler vom Wettkampfende bis zum Eintreffen in der Kontrollstation von einem so genannten Chaperon begleitet und nicht aus den Augen gelassen.

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